„… gehört zu den herausragenden Solisten der deutschen Jazzszene …“

Roland Spiegel: Bayerischer Rundfunk in der Sendung vom 27.6.2014


„Focus

Treffender Titel. “ Focus“ beschreibt sehr passend, was die Pianistin Laia Genc und der Saxophonist Stephan Mattner als Duo bezeichnet. Mattners ideenreiche Themen (Genc ist mit einer Komposition vertreten) erhalten zumeist ein schlankes Backing vom Klavier, aus dem sich dann nach und nach ein immer farbenreicherer Duo-Sound entwickelt. Die ersten vier Stücke hat Mattner „Sketches“ getauft, und solche sind es dann auch: knappe Motive werden zueinander geführt und dann mit viel Fantasie weitergestrickt, alles mit Blick auf den Grundcharakter des Stücks. Teilweise bleibt das Klangbild spartanisch, verträumt und schwebend, nur um dann von jetzt auf gleich zackig Fahrt aufzunehmen. Die Soli entwickeln sich organisch aus dem gemeinsamen Kreieren der beiden Musiker. Und so dicht ihre Interaktion auch ist, sie lassen es stehts sanft und entspannt klingen. Der Fokus ist auf der großen Wirkung, die ein kleiner Impuls haben kann. Genc und Mattner zeigen knapp 45 Minuten echte Duo-Kunst.“

Jazzpodium Mai 2014
von Thorsten Meyer


„Der Begriff „Syntax“ hat zwei Bedeutungen. In der Grammatik steht er für die Lehre vom Satzbau. In der Linguistik wiederum beschreibt er abstrakt die Beziehung zwischen (sprachlichen) Zeichen. Bewusst hat der in Köln lebende Saxofonist und Bassklarinettist Stephan Mattner sowohl sein Quartett als auch seine neue CD „Syntax“ (Konnex, konnex-records.de) getauft. Denn so sehr er Wert auf das Interagieren mit den Musikern legt, so frei und vielgestaltig sich seine Improvisationsmusik auch gibt, sie gründet dennoch auf fixe Regeln und besitzt Struktur und Form. Aber auch wenn Mattner seine Stücke harmonisch und melodisch raffiniert komponiert und er oft mit ungeraden Metren experimentiert, behalten sie stets ihren eingängigen und leichtfüßigen, fast schon tänzerischen Duktus. Sein Ton auf dem Tenorsaxofon ist kraftvoll und lyrisch zugleich, seine Phrasierung changiert zwischen aggressiver Attack und relaxtem Laidback-Spiel. Doch Mattner ist kein Selbstdarsteller, der sich ständig in den Mittelpunkt stellt. Auf einem Dialog, eine musikalische Auseinandersetzung mit seinem Pianisten Jürgen Friedrich richtet er vielmehr seinen Fokus, erst das antizipierende Zusammenspiel mit dem Bassisten Alex Morsey und dem Schlagzeuger Christian Thomé lässt seine spielerische Klasse leuchten. In der Beschränkung der gestalterischen Mittel finden Mattner und seine Musiker die Freiheit, um zu einer eigenen Ästhetik des Moder Jazz zu kommen – zwischen intellektuellem Kalkül und emotionaler Expressivität.“

Jazzthing/82: Martin Laurentius [Februar/März 2010]


„…mit exzellenten Solisten gespickt – allen voran der Dortmunder Stephan Mattner-…“
Jazzthing/82: Martin Laurentius [Februar/März 2010]

 

Betörend schöne Zwiegespräche zwischen Piano und Saxofon

“ … In England sagt man mit nobler Diskretion gern „Let’s make music“, wenn man auf ein intimes Treffen à deux aus ist. Derartige Aufforderungen sind unnötig, treffen zwei im Gleichtakt schwingende Jazzer aufeinander, um ungestört von Dritten intensiven Austausch zu pflegen. Was stets ein Wagnis ist, denn ohne Offenheit, gegenseitiges Vertrauen und die Fähigkeit zu spontaner Reaktion gelingen kaum einmal Dialoge, die nachhaltig zu fesseln vermögen. Versteckspiele und Ausflüchte sind kaum möglich; stattdessen zeigt sich ungeschminkt die Hohe Kunst musikalischer Zwiegespräche auf höchstem Niveau, wie sie auch Laia Genc und Stephan Mattner pflegen.
Dazu bedient sich die 37-jährige Pianistin mit leichter Hand der jüngeren Jazz-Geschichte, verbindet Einflüsse der New Jazz Improvisation dezent mit Spieltechniken der Neuen Musik und formt daraus wundersam eingängige Melodien. Über durchaus komplexen rhythmischen Mustern. So konterte Laia Genc etwa ihr perkussives Spiel in den tiefen Lagen mit flirrenden Apeggios – erfrischend modern und doch unaufgeregt eingängig als Basis für Stephan Mattners duftig-voluminöses Tenorsaxofon. Mit elegant-singendem Ton erging sich der 41-Jährige, der auch am schlanken Sopransax bella figura machte, in betörend schönen Zwiegesprächen mit seiner Partnerin.“

Westdeutsche Allgemeine Zeitung 12.01.2016
Sven Thielmann


„Für Feinschmecker

Laia Genc und Stephan Mattner von Christian Wurm

Etwas für echte, akustische Feinschmecker war das Konzert, das Laia Genc am Piano und Stephan Mattner an Tenor- und Sopransaxophon am Samstagabend im Birdland Jazzclub den Zuhörern boten. Die Eigenkompositionen von Mattner, die schlüssigerweise oft als „Sketches“ betitelt sind, erzählen kleine, spannende Geschichten, musikalisch angesiedelt zwischen Klassik, Jazz und Theatermusik.

Dabei harmonieren Piano und Saxophon perfekt und sind ständig im Dialog, ja es scheint, als seien sie regelrecht miteinander verwoben. Zudem werden den Instrumenten auch immer wieder mal lautmalerische Töne (Saiten im Klavierkorpus, Saxophonklappen) entlockt. Musik, in die der geneigte Zuhörer am Samstagabend eintauchen konnte, die ihn sinnlich und poetisch umarmte.

Das Konzert wurde vom Bayerischen Rundfunk aufgezeichnet und wird in der Reihe „Jazztime“ am 27. Juni um 23.05 Uhr in BR-Klassik gesendet. Danach kann man es noch eine Woche als „Stream On Demand“ im Internet anhören.“

Augsburger Allgemeine Zeitung 07. April 2014


16. Hildener Jazztage:

„Phänomenal, wie sie mit ihrer Big Band die unterschiedlichsten Klanggemälde auf die Bühne der Hildener Stadthalle malte und durchaus auch die dreizehn Bläser mit schimmernden Klangkaskaden zu ihrem Recht kommen ließ. Höhepunkt war das knapp viertelstündige „Echoes of a Storm“, bei dem die Bläser mit Hauchen und Schnaufen (Ben Webster lässt grüßen) eine unheimliche Stimmung schufen, die unmerklich in ein furioses Sopransax-Solo von Stephan Mattner überging.“

Jazzthethik – Juli/August 2011

GEjazzt mit zeit- und schnörkellosen Eigenkompositionen

„In der Kellerbar des Consol Theaters in Gelsenkirchen wurde am Freitagabend kein Ton zuviel gespielt. Aber auch keiner zu wenig. Laia Genc und Stephan Mattner spielten Hörenswertes aus eigener Feder – am Piano und Saxophon.

Einen passenderen Titel für ihre Zusammenarbeit hätten sich Laia Genc und Stephan Mattner kaum suchen können. „Focus“ untertiteln die Pianistin und der Saxofonist ihr Duo. In der prächtig besuchten Kellerbar des Consol Theaters ließ sich am Freitagabend nachhören, wie diese Fokussierung auf das Essentielle klingt.

Man hört sofort: Die beiden Wahlkölner spielen nichts zu viel. Keine unnötigen Verzierungen sollen vom Kern der Stücke des Abends, meistens aus der Feder von Stephan Mattner, ablenken.

Mit viel Luft bläst Mattner häufig seine Töne auf dem Tenorsaxofon. Die Klänge können so atmen und sich in Ruhe entfalten. Das bietet Laia Genc die Möglichkeit, das Spiel ihres Bühnenpartners zu kommentieren, Berührungspunkte zu Mattners Linie zu kreieren.

Erstklassige Instrumentalisten

Beide Musiker entpuppen sich als erstklassige Instrumentalisten und suchen und finden in der Kellerbar immer wieder Verbindungen zu den Ideen des jeweils anderen. Das machen sie höchst ästhetisch und auch rhythmisch und harmonisch immer interessant.

Es geht diesem Duo in den zeitlosen Eigenkompositionen allein um die Schönheit der Musik. Hier will keiner den anderen ausstechen, auf Kosten des Gesamtklangs brillieren. Man hört einander aufmerksam zu und begibt sich mit viel Gefühl auf die Spur des anderen oder legt selber eine.

Intensives, dichtes Konzerterlebnis

Nach 75 pausenlosen Minuten war Schluss. Gut so! Denn alles war gespielt in einem intensiven, dichten Konzerterlebnis und einem feinen, zur besinnlichen

Vorweihnachtszeit perfekt passenden Schlusspunkt unter die diesjährigen Aktivitäten der engagierten Gelsenkirchener Jazzinitiative „GEjazzt“. (…)“

Westdeutsche Allgemeine Zeitung 17.12.2013
Christoph Giese


„…eines der größten deutschen Talente…“

WAZ [1.12.2001]


„… Seine Musik braucht Raum zum atmen, dann kommt sein phantasievolles, harmonisches Spiel richtig zur Geltung: Der Saxophonist Stephan Mattner beschränkt sich auf das Wesentliche, spielt lieber eine Note weniger als zu viel. (…) Neben seiner Virtuosität zeichnet sich Mattners Spiel durch Eigenständigkeit aus. (…) (Sein) eigener Ton zeichnet sich aus durch eine freiwillige Reduzierung. Unaufdringlich, aber auf angenehme Weise präsent…“

United Jazz Society, Heft 5/2000 [November/Dezember 2000]


„…Hearing young, relatively unknown players playing for high stakes made this competition some of the most musically interesting concerts of the whole festival.“

The Times: Alyn Shipton über den Saxophonwettbewerb in Montreux [23.7.2002]

Ein traumwandlerisches Duo  Genc und Mattner

Dortmund, 3.12.2012 | „Man war das eine musikalische Kostbarkeit. Hier traten zwei Musiker von Weltklasse Niveau auf. Das vom WDR mitgeschnittene Konzert wird den Zuhörern wohl lange in Erinnerung bleiben.

Beide spielten im Domicil die modernen Kompositionen hoch konzentriert. Das aufeinander hören, aufeinander eingehen, die Stimmung erfassen, eintauchen in des anderen Seele. Tonbilder kreieren die man im Bauch spürte. Es war traumhaft. Keiner hob sich gegenüber dem anderen hervor. Gleichberechtigt aber mit Druck wurden die Stücke nach vorne getrieben.

Laia Genc und Stephan Mattner waren absolut sicher und virtuos in ihrem Spiel. Die Kompositionen von großer Ästhetik, Tonläufe mit Tiefgang, ein Farbenreichtum in der Melodiebewegung, Rhythmisch vielfältig und zu Höhepunkten hinarbeitend, bewegend.

Die Zuhörer hörten so gebannt zu, dass man trotz der Musik Stille spürte. Ans Fotografieren war kaum zu denken, denn der Raum füllte sich mit dreidimensionalen Tongebilden.

Dieses Duo ist eine Entdeckung und ich hoffe dass es noch viele von diesen Konzerten geben wird.“

Text & Fotos: Kurt Rade

Rezension: http://www.ruhrjazz.net/reviews/2012/12/genc_mattner/genc_mattner.html

Two sleepwalkers | Duo Laia Genc & Stephan Mattner

Dortmund, 03.12.2012

„Oh boy, was that concert a musical gem! Two world-class musicians were performing on stage. The audience will surely remember the concert, which was recorded by the WDR, for many years to come. Both musicians were highly concentrated whilst performing their own modern compositions in the domicil. Listening to each other, responding to each other, capturing the mood, dipping into each other’s souls. Creating sound images that could be felt in the stomach. It was fantastic.

Neither of them stood out over the other. Both performed as equals but their forceful playing was always driving the music forward. Laia Genc and Stephan Mattner performed with absolute confidence and their playing was virtuosic. Their compositions were full of a sense of beauty, the musical phrases full of depth, the melodic movement had a richness of colour and much rhythmic variety; always moving on, working towards culmination.

The audience were so spellbound that, despite the music, silence could be felt. Nobody even thought about taking photos because the room was filled with three-dimensional musical structures. This duo is a discovery, and hopefully there will be many more concerts like this.“

Kurt Rade


„Neue, junge Saxophonisten gibt es viele. Aber aus der Menge derjenigen, die sich profilieren wollen, ragen doch einige heraus. Mit Stephan Mattner hat die Dortmunder Szene einen Solchen Tenoristen, der das Zeug hat, ganz nach oben zu kommen. (…) Sein Spiel ist geprägt von melodischem Reichtum und einer tiefen Melancholie, er braucht keine technischen Kabinettstückchen abliefern, Virtuosität benutzt er nur, um seine Vorstellung von Sound und Gestaltung umzusetzen. (…)
Mit Stephan Mattner tritt endlich mal wieder ein Musiker in Erscheinung, der abseits von Mainstream und aktuellen Modetrends seinen Weg gefunden hat. Zuhören lohnt sich“

Union Deutscher Jazzmusiker [29.8.2006]